Gestern Abend habe ich mir ein Live-YouTube-Video von Siegfried Eichhorn angesehen, in dem er RAW-Fotos seiner Abonnenten in Lightroom bearbeitet und seine Ergebnisse anschließend mit den Originalbearbeitungen vergleicht. Spannend zu sehen, wie unterschiedlich – und manchmal überraschend ähnlich – die Resultate am Ende wirken.
Für mich persönlich war es ungefähr eine 50/50-Geschichte: Bei der Hälfte gefiel mir Siegrieds Interpretation besser, bei der anderen die der Einreichenden.
Überrascht hat mich vor allem, wie verschieden die Bildwirkung von den knapp 45 Zuschauern im Stream wahrgenommen wurde und welche Prioritäten in den Kommentaren gesetzt wurden. Stürzende Linien zum Beispiel sind mir meist ziemlich egal, weil sie oft eher dem natürlichen Sehen entsprechen. Andere wiederum bestanden auf einer absolut perfekten Korrektur – was für meinen Geschmack unnatürlich wirkt.
Ähnlich bei der Farbtemperatur: Einige fanden manche Fotos „zu warm“, obwohl genau dieses warme Licht die tatsächliche Morgenstimmung war. Für mich wäre das ein Geschenk – warum sollte man das reduzieren? Zu künstlich hinzugefügte Wärme hingegen mag ich überhaupt nicht.
Und dann gab es noch ein Foto eines gesprengten Bunkers. Herausstehende Stahlstangen gehören für mich einfach zum Motiv – ich kann nicht nachvollziehen, wie man sich daran stören kann.
Fazit: Die Wahrnehmung von Bildern ist extrem unterschiedlich. Das hat mich wirklich überrascht – aber es bestätigt einmal mehr: Man kann es mit seinen Fotos einfach nicht allen recht machen.
Die Farben der angehängten Bilder sind original so gewesen und ich würde nicht im Traum darauf kommen daran was zu ändern obwohl es extrem orange ist.



