London
6 Tage Anfang Februar 2026
London geisterte schon lange in meinem Kopf herum – eher als diffuse Idee denn als konkretes Reiseziel. Pläne gab es keine, nur dieses leise „Irgendwann mal“. Nachdem jedoch eine Bekannte kürzlich dort war und begeistert zurückkam, fiel die Entscheidung überraschend spontan: Warum eigentlich nicht jetzt? So ging es Anfang Februar 2026 von Frankfurt aus mit dem Flugzeug nach London Heathrow.
Das Wetter zeigte sich typisch britisch: feucht, grau, aber für die Jahreszeit erstaunlich mild. Was mich allerdings wirklich überrascht hat, war die schiere Menge an Touristen. Mit so viel Betrieb hätte ich mitten im Winter ehrlich gesagt nicht gerechnet. Für Besucher ist London dennoch ausgesprochen komfortabel. Der öffentliche Nahverkehr ist logisch aufgebaut, hervorragend ausgeschildert und an nahezu jeder U-Bahnstation stehen Mitarbeiter bereit, die bei Fragen freundlich weiterhelfen.
Besonders praktisch fand ich die zahlreichen Stadtpläne, die gefühlt alle paar hundert Meter aufgestellt sind. Sie zeigen nicht nur den eigenen Standort an, sondern auch, welche Ziele in fünf, zehn oder fünfzehn Minuten zu Fuß erreichbar sind – eine kleine, aber extrem hilfreiche Orientierungshilfe.
Unterm Strich ist London ohne Frage eine beeindruckende Stadt. Die Mischung aus Geschichte, moderner Architektur und urbanem Leben ist einzigartig, und fotografisch kam ich voll auf meine Kosten. Gleichzeitig gab es aber auch Momente der Ernüchterung. Einige der ganz großen Namen wie Oxford Circus oder Piccadilly Circus hatten sich in meiner Vorstellung – geprägt von Schulbüchern und Bildern – deutlich spektakulärer angefühlt. In der Realität wirkten sie eher nüchtern und austauschbar. Ähnlich ging es mir mit dem Buckingham Palace: kleiner, unscheinbarer und weniger majestätisch, als man es erwarten würde.
Trotzdem bleibt London eine Stadt, die man erlebt haben muss – vielleicht weniger wegen einzelner Sehenswürdigkeiten, sondern wegen der Atmosphäre zwischen all den Straßen, Vierteln und Momenten dazwischen.
Fotografisch war es schon eine Herausforderung. Ich hatte nur einen „guten“ Tag mit Sonnenschein. Von den Aussichtspunkten »Skygarden« und dem »London Eye« hatte ich leichten Regen und starken Dunst bzw. tiefe Wolken. Von der Aussichtsplattform »The Shard« hatte ich zwar tolle Sichten, aber es war nur die untere Plattform teilweise zugänglich. Durch mehrere, deutlich entfernte Glasscheiben waren Reflexionen leider unvermeidlich. Insgesamt hab ich dennoch ca. 1800 Bilder gemacht. Ich hab zufällig einen französischen Fotografen getroffen, welcher viel mit ND Filtern und Langzeitbelichtung fotografiert. Zudem hatte er einen guten Blick für Farben und Linienführung. Seine Ergebnisse waren schon beeindruckend und wir sind gut 2 Stunden zusammen durch den Regen gegangen. In Zukunft will ich auch mal mehr in diese Richtung gehen.
In der Galerie sind teilweise dieselben Bilder mit unterschiedlichen Bearbeitungen nebeneinander angeordnet. Mal sehen, ob ich das so lasse. Gib mir gerne eine Rückmeldung dazu.









