Schon nach dem ersten Tag war mir klar: Venedig hat mich sofort gepackt. Dieses Gefühl hat sich nicht nur bestätigt, es hat sich mit jedem weiteren Tag noch verstärkt. Ich habe mich hier von Anfang an unglaublich wohlgefühlt.
Das Hotel war ein echter Glücksgriff – ruhig gelegen, trotzdem mittendrin, genau richtig nach langen Tagen unterwegs. Und dieses gute Gefühl zog sich durch den gesamten Aufenthalt. Alles passte einfach zusammen.
Dazu kam ein Wetter, das besser kaum hätte sein können. Viel Sonne, angenehme Temperaturen, perfektes Licht – genau das, was man sich wünscht, wenn man mit der Kamera unterwegs ist. Und davon habe ich reichlich Gebrauch gemacht: Ich habe unglaublich viele Bilder gemacht, mehr als geplant, aber Venedig lässt einem da kaum eine Wahl.
Was mich besonders begeistert hat, waren die unzähligen kleinen, verwinkelten Gassen, fernab der großen Touristenströme. Kaum ist man ein paar Schritte von den bekannten Wegen weg, öffnet sich eine ganz andere Welt: kleine Werkstätten, traditionelle Handwerksbetriebe, unscheinbare Läden, in denen noch wirklich gearbeitet wird. Kein großes Schaufenster, kein Marketing – einfach echtes Handwerk und Alltag.
Gerade diese ruhigen Ecken machen für mich den besonderen Reiz aus. Licht, das durch schmale Gassen fällt, alte Türen, abgegriffene Klinken, bröckelnder Putz, dazu das leise Plätschern des Wassers irgendwo im Hintergrund. Venedig wirkt dort nicht wie eine Kulisse, sondern lebendig und authentisch.
Ich habe mir bewusst Zeit gelassen, bin ohne festen Plan losgezogen, habe mich treiben lassen. Genau so entdeckt man hier die besten Motive – und die schönsten Momente. Mal blieb ich länger stehen, mal bog ich einfach spontan ab, nur weil eine Gasse interessant aussah. Meist hat sich das gelohnt.
Unterm Strich kann ich sagen: Ich bin rundum zufrieden. Mit der Stadt, mit dem Hotel, mit dem Wetter – und vor allem mit den Eindrücken und Bildern, die ich mitnehme. Venedig ist laut und leise zugleich, überlaufen und trotzdem voller versteckter Ruhe. Und genau diese Mischung macht es für mich so besonders.
Ich weiß jetzt schon: Das war sicher nicht mein letzter Besuch.

