Amrum

Im November 2025 zog es mich erneut an die Nordsee, unter anderem für fünf Tage auf die Insel Amrum. Bereits 2019 war ich im gleichen Monat hier und konnte damals – erstaunlicherweise nur mit meinem iPhone 11 – sehr schöne Bilder machen. Mit der deutlich besseren Kameraausrüstung im Gepäck hoffte ich diesmal auf ebenso gute, wenn nicht bessere Ergebnisse.

Anreise & Logistik

Amrum ist ausschließlich per Fähre erreichbar. Die Überfahrt ab Dagebüll dauert etwa zwei Stunden und bietet bereits unterwegs schöne Ausblicke auf die Halligen und die vorbeiziehende Vogelwelt. Die Fährkosten richten sich nach der im Fahrzeugschein eingetragenen Fahrzeuglänge, was die Anreise mit dem eigenen PKW nicht unbedingt günstig macht.

In der Nebensaison sollte man außerdem beachten, dass die Fährverbindungen weniger häufig fahren und sich die Zeiten schnell ändern können – ein Blick in den aktuellen Fahrplan lohnt sich.

Auf der Insel selbst verkehren Linienbusse, die die Orte Wittdün, Nebel und Norddorf verbinden. Die Wege sind allerdings überschaubar, sodass man viele Bereiche gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen kann. Einige Hotels bieten Leihfahrräder an – eine praktische Option, besonders außerhalb der Hauptsaison.

Unterkunft & Saison

Mein Hotel lag in Norddorf, am nördlichen Ende der Insel, nur wenige Kilometer südlich von Sylt. Norddorf ist ein ruhiger Ort, ideal als Ausgangspunkt für Wanderungen durch die Dünen oder zu den Stränden.

Wer im Herbst reist, sollte wissen: In der Nebensaison haben viele Restaurants und Geschäfte geschlossen. Die geöffneten Betriebe laufen auf Sparflamme, und die Stimmung ist entsprechend gemütlich, aber manchmal auch etwas lustlos. Für mich war das allerdings kein Problem – mein Schwerpunkt lag klar auf der Fotografie.

Fotospots & Erlebnisse

Am ersten Tag wanderte ich rund um die Nordspitze und bestieg den Hauptleuchtturm in Wittdün, von dem aus man einen beeindruckenden Blick über die Insel hat. Die folgenden Tage verbrachte ich überwiegend am Norddorfer Hauptstrand, in den Dünenlandschaften und am Quermarkenfeuer – einem kleinen, charmanten Leuchtturm zwischen Nebel und Norddorf.

Die Dünen stehen unter strengem Schutz, daher darf man sie nur auf den angelegten Holzbohlenwegen betreten. Fotografisch sind diese Wege jedoch reizvoll, weil sie sich elegant durch die Landschaft schlängeln und starke Linien für Bildkompositionen bieten.

Langzeitbelichtungen waren aufgrund fehlender Wolken und des kräftigen Sturms kaum möglich. Auch die Tierwelt zeigte sich eher zurückhaltend – trotz Teleobjektiv war ich für Seevögel und Gänse meist zu weit entfernt.

Fazit

Mit der Gesamtbildausbeute war ich am Ende nur bedingt zufrieden. Dennoch konnte ich einige Aufnahmen auswählen, die das besondere Licht und die herbstliche Atmosphäre der Insel gut einfangen – und genau diese möchte ich hier zeigen.

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