Gestern bin ich gut in Venedig angekommen. Der Flug erfolgte im kleinsten Lufthansa-Flieger, einer A319-100, komplett ausgebucht und aus mir nicht ganz nachvollziehbaren Gründen mit rund 45 Minuten Verspätung. Kurios dabei: Die Maschine war bereits knapp zwei Stunden vor der regulären Abflugzeit am Gate eingetroffen und wurde auch recht zügig bestiegen. Warum es am Ende dennoch so lange dauerte, bleibt wohl ein Geheimnis der Fliegerei.
Nach der Landung ging es weiter mit dem Boot vom Flughafen Marco Polo in Richtung Stadt – eine Überfahrt, die tatsächlich fast so lange dauert wie der eigentliche Flug von Frankfurt nach Venedig. Aber genau das gehört hier schon zum Ankommen dazu und stimmt einen langsam auf das besondere Tempo dieser Stadt ein.
Das Hotel macht insgesamt einen guten Eindruck. Das Zimmer ist sauber, allerdings sehr klein – ebenso wie das Bad. Dort sollte man schon einigermaßen gelenkig sein; für Menschen mit Einschränkungen oder größerer Körperfülle ist das eher nichts. Aber genau so hatte ich es auch erwartet, Überraschung also keine.
Erstaunlich ist, dass Venedig trotz Anfang Januar relativ gut besucht ist. Ganz leer ist die Stadt keineswegs, auch jetzt sind viele Touristen unterwegs. Dennoch wirkt alles entspannter als in der Hochsaison.
Mein erster Eindruck von Venedig mit seinen Kanälen, Brücken und dem ganz eigenen Licht ist schlicht großartig. Schon jetzt bin ich begeistert – und bislang würde ich sagen: Die Entscheidung, Venedig im Winter zu besuchen, war eine der besten überhaupt.


