Manchmal läuft einfach alles anders, als man es sich ausmalt. Voller Vorfreude hatte ich mir einen neuen Drucker gegönnt – mit dem Ziel, ihn mithilfe spezieller Carbontinten zu einem reinen Schwarz-Weiß-Drucker umzubauen. Ich wusste natürlich, dass damit die Garantie futsch ist. Aber ehrlich gesagt: Was sollte schon schiefgehen?
Also Tinten rein, Drucker eingerichtet, alles lief reibungslos – und dann der große Moment: die ersten Testdrucke. Doch die Euphorie wich schnell Ernüchterung. Ab dem Format A3 zeigten sich parallel zum Rand zwei deutliche Vertiefungen im Papier, immer exakt an derselben Stelle. Jede Druckseite – ruiniert.
Ich probierte alles: verschiedene Papiersorten, unzählige Treibereinstellungen, sogar leichte Änderungen im Papiertransport. Nichts half. Nach Stunden der Fehlersuche konnte ich immerhin herausfinden, wo im Drucker das Problem entstehen musste – aber nicht warum. Eine Reparatur war unmöglich, das Gerät ließ sich einfach nicht weit genug zerlegen. Mein Verdacht: zwei zu stark eingestellte Zuführungsräder, die das Papier buchstäblich verformen.
Im Internet fand ich genau einen einzigen Beitrag zu diesem Problem – ohne jede Lösung. Selbst der Hersteller der SW-Tinten war ratlos: so etwas hatte er noch nie gehört.
Und so steht jetzt ein fast neuer Drucker hier – funktionslos, entwertet, im Prinzip Elektroschrott. 750 Euro futsch.
Ehrlich gesagt: Das frustriert mich gewaltig.