Reisetag

Tja – irgendwie gab es kein Frühstück auf dem Schiff😳 Bis 8 Uhr habe ich gewartet, nur um dann zu […]

Tja – irgendwie gab es kein Frühstück auf dem Schiff😳

Bis 8 Uhr habe ich gewartet, nur um dann zu erfahren, dass man mir zwar ein Eiergericht zubereiten könne, ein richtiges Frühstück aber nicht angeboten werde. Also habe ich meine Sachen gepackt und bin losgefahren.

Zum Glück fand sich schnell eine Tankstelle. Das Motorrad wurde betankt und als Frühstück musste ein Snickers herhalten – nicht gerade die ausgewogenste Mahlzeit, aber immerhin etwas.

Anschließend ging es zur einzigen Brücke über die Donau in diesem Bereich: der „Brücke der Freundschaft“ zwischen Bulgarien und Rumänien. Das Bauwerk wurde von 1952 bis 1954 errichtet und verfügt bis heute lediglich über einen Fahrstreifen pro Richtung.

Wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten war die rund vier Kilometer lange Brücke derzeit nur einspurig befahrbar. Der Verkehr wurde im Slalomverfahren jeweils für eine Fahrtrichtung freigegeben. Als ich an der Mautstelle ankam, war ich weit und breit der Einzige. Der Mitarbeiter im Häuschen winkte mich direkt durch und meinte nur: „It is free.“

Normalerweise kostet die Überfahrt für Motorräder zwei Euro. Vielleicht wollte er mich aber auch einfach möglichst schnell auf die Brücke schicken, bevor die Fahrtrichtung wieder gewechselt wurde. Auf der rumänischen Seite sah die Situation jedenfalls ganz anders aus: Dort staute sich der Verkehr über viele Kilometer.

Die ersten zwei Drittel der Tagesetappe verliefen eher eintönig. Lange, schnurgerade Straßen führten durch flaches Land und boten wenig Abwechslung. Erst als die Karpaten näher rückten, wurde die Strecke wieder interessanter. Gleichzeitig sanken die Temperaturen auf angenehmere Werte.

Leider waren zahlreiche Lkw unterwegs, die den Fahrfluss immer wieder ausbremsten. Trotzdem kamen am Ende immerhin rund 40 Minuten echter Fahrspaß zusammen.

In Brașov gab es dann noch eine kleine Überraschung: Eine meiner Kreditkarten wurde beim Tanken nicht akzeptiert. Am Morgen hatte sie in Bulgarien noch problemlos funktioniert, und keine zehn Minuten später konnte ich damit auch im Hotel bezahlen. Ähnliche Probleme hatte ich mit dieser Karte bereits im vergangenen Jahr an Tankstellen erlebt.

Die heutige Unterkunft ist dagegen ein Volltreffer. Zwar verfügt das Hotel über kein eigenes Restaurant, aber die Empfehlung für ein Lokal in der Nähe erwies sich als echter Glücksgriff.

Was für ein geniales Restaurant! Hervorragendes Essen, ein tolles Ambiente und äußerst aufmerksames Personal. Aufgrund der hohen Temperaturen wurde sogar feiner Wassernebel versprüht, was den Aufenthalt sehr angenehm machte.

Morgen steht mit der Transfăgărășan-Hochstraße einer der Höhepunkte der Reise auf dem Programm. Ich bin schon sehr gespannt, was mich dort erwartet.

Ein wenig kann man den Wassernebel erahnen
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